Agriturismo Toskana: Was ein schlechter Service alles kaputt machen kann


Wer mich kennt und schon den einen oder anderen Artikel von mir gelesen wunderschöne Toskana bei Palaiahat, weiß inzwischen, dass ich immer nur das schreibe, was ich wirklich denke und erlebe, auch wenn es sich um Freunde oder Bekannte handelt. Leider muss ich diesmal etwas revidieren, was ich vor einigen Monaten geschrieben habe. Es geht um das wunderschön gelegene Agriturismo La Palazzina in Palaia in der Toskana, ein Traum von einem Fleck Erde, ein unbeschreiblich schöner Blick aus den Fenstern und von dem Pool.

An dem letzten Wochenende hatte ich 4 Freundinnen dort eingebucht, da wir alle zusammen ein entspanntes und lustiges Wochenende in der Toskana B&B La Palazzina in Toskanaverbringen wollten. Das toskanische Agriturismo La Palazzina hat 8 Ferienwohnungen und ein B&B mit nochmal 4 Doppelzimmern zu vermieten. Wir hatten das komplette B&B angemietet, das dann wie eine große Wohnung mit 2 Badezimmern, einer großen Küche und einem Wohnbereich von uns bewohnt wurde. Die Ausstattung ist gemütlich, aber einfach gehalten.

Schon bei der Ankunft der einen oder anderen Freundin von uns, mussten wir lange auf die Besitzerin Greta warten, bis sie mit den Schlüsseln für die Zimmer zu uns kam. Ich habe sie dann angerufen und gebeten, doch bitte mit den Schlüssel vorbeizukommen, woraufhin sie dann meinte, sie müsse erstmal an ihrer Skulptur weiterarbeiten (sie ist Künstlerin), das hätte jetzt momentan Vorrang. Ich kenne Greta schon seit Jahren und fand das zwar recht ungewöhnlich und auch nicht sehr freundlich, aber da wir keine Eile hatten, haben wir das zunächst mal so hingenommen und Greta ist nun mal so, dachte ich.

Während der Tage im Agriturismo La Palazzina gab es dann aber weiteres „nicht sehr kundenorientiertes Verhalten“ von Greta. Wie das im Urlaub traumhafte Lage Agriturismo Toskananun mal so ist, steht man mal früher und mal später auf und nimmt das Frühstück (im B&B inklusive) nicht unbedingt immer um dieselbe Uhrzeit ein. So sind wir mal um 9 und mal um 10.30 Uhr zum Frühstück erschienen und haben dann auch schon mal zwei statt einem Cappuccino bestellt, woraufhin wir uns dann von der Besitzerin sagen lassen mussten, sie habe auch noch anderes zu tun, als uns nur den ganzen Vormittag zu bedienen und die Cappuccini für uns zuzubereiten. Nunja, wir waren zum Glück alle gut und entspannt drauf, sonst hätten wir bestimmt schon früher angefangen, mit Greta zu diskutieren.
In diesen 4 Tagen vor Ort waren nur noch zwei andere Gäste im La Palazzina und auf meine Frage an Greta, woran das wohl liegt kam dann, das sei ihr sehr Recht, denn wenn es im Juli und August voll ist, reicht ihr das, und sie wolle eh nicht so viele Gäste haben, da hätte sie gar keine Zeit mehr für sich und ihre Skulpturen, sie ist nämlich Künstlerin. Manuela, die Mutter von Greta ist eine „Seele“ von Mensch und versucht, wenn sie da ist, den Gästen einen optimalen und liebevollen Service zu vermitteln, nur leider ist sie nicht immer vor Ort.

Traumhafte toskanische Landschaft aber leider kein idealer Service 

So schön und idyllisch diese Unterkunft in Palaia in den toskanischen Hügeln auch ist, ein schlechtes Management kann das alles leider beeinträchtigen. Wir haben es zwar genossen, uns dort auszuspannen und die Landschaft zu erkunden, aber wenn man nicht so freundlich behandelt wird, dann fühlt man sich auch nicht so wohl, wie es im Urlaub sein sollte.
Die Krönung kam aber leider noch am Abfahrtstag. Meine Freundinnen hatten am Tag ihrer Abreise (sie hatten es am Vortage vergessen) Greta gefragt, ob sie nicht die Zimmer bis nach Mittag behalten könnten Agriturismus La Palazzina Palaia(schließlich ist ja eh kein anderer Gast in Sicht gewesen), da ihre Flüge erst am frühen Abend wieder starteten. Außerdem kamen sie am diesem Morgen erst nach 10 Uhr zum Frühstück. Daraufhin ist die Besitzerin wohl ärgerlich geworden und hat meine Freundinnen mit Worten wie „respektlos und unmöglich“ beschimpft. „Man könne sich doch nicht aufführen, als ob einem die Welt gehören würde und einfach kommen und gehen, wann man will“, so ihre Worte. Sie hat mich daraufhin auch sofort angerufen und sich am Telefon über meine Freundinnen aufgeregt. Das sie kaum englisch und kein deutsch spricht, hat sie sich auf italienisch noch einmal bei mir recht Oase La Palazzina in der Toskanaemotional ausgelassen. Meine Freundinnen wären eh nur zum „Essen und Trinken und Shoppen“ in die Toskana gekommen und würden lachen wie die „Kühe“ und auf derartige Gäste könne sie verzichten. Sie will nur Gäste, die sie respektvoll und freundlich behandeln und sich nicht so aufführen, wie meine Freundinnen.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, was für Gäste sie sich noch wünscht, denn wir waren immer fröhlich und freundlich und entspannt, ich habe über Jahre schon unzählige Freunde und andere Gäste dort untergebracht. Das war nun aber das letzte Mal, dass ich diese Ferienanlage in der Toskana empfehle. So leid es mir tut (vor allem für die Mutter Manuela, die immer freundlich ist), und so schön es liegt, aber mit einem derartig  servicefremden Verhalten kann ich diesen idyllischen Ort nicht mehr empfehlen. Wirklich schade um diesen schönen Geheimtipp in der Toskana! Wer also keinen gesteigerten Wert auf Kundenorientierung legt, und dem die Ruhe und Schönheit der Landschaft wichtiger sind, der kann dort gerne auch weiterhin hinfahren, denn die Lage in Palaia und der Blick sind einfach unbezahlbar.

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