Die Italiener und die Umwelt …Müllentsorgung ganz anders…

Obwohl ich mich in Italien, ganz speziell in der Toskana, super wohl fühle, und ich die Italiener wirklich liebe und schätze, gibt es eine Eigenart (neben dem aggressiven Autofahren) der Italiener, die mich immens ärgert.

Fast jedes Mal, wenn ich hinter einem Auto herfahre fliegt irgendwas, eine leere Zigaretten Schachtel oder ein anderes Stück Müll aus dem Autofenster. Es ist den Italiener scheinbar völlig egal, was das für die Umwelt bedeutet und dass der Müll dann einfach irgendwo auf der Straße oder im Feld liegen bleibt.

Ich kann das einfach nicht verstehen, es gibt doch überall Müllcontainer. Dennoch, je weiter man in Italien südlich kommt, desdo extremer ist das Verhalten der italienischen Autofahrer und desdo größer die Müllmengen, die aus dem Auto fliegen.

Als ich neulich mit einer italienischen Bekannten in ihrem Auto nach Pisa mitgefahren bin, lagen vorne in der Ablage zwei leere Zigarettenschachteln. Sie hat sich dafür entschuldigt, dass das Auto so „müllig“ aussieht und gemeint, sie habe doch immer ein wenig Hemmungen, die Schachteln einfach aus dem Fenster zu werfen. Sie sei schließlich aus Norditalien und da achtet man schon ein wenig mehr auf die Umwelt.

Ich habe sie dann erstaunt gefragt, warum sie die Zigarettenschachten und den anderen Müll nicht einfach in einen Abfalleimer oder Müllcontainer wirft, und wieso sie überhaupt darüber nachdenkt, den Müll aus dem Auto zu werfen? Daraufhin hat sie nur mit den Schultern gezuckt und nichts mehr gesagt.

Warum den Abfall nicht einfach in den Müllcontainer werfen?

Warum den Abfall nicht einfach in den Müllcontainer werfen?

Mir ist das unverständlich und jedes Mal, wenn mir von vorne etwas entgegenfliegt (schließlich sitze ich ja oft als Zielscheibe im meinem offenen Mini-Cabrio) könnte ich wahnsinnig werden und die Italiener vor mir einfach schütteln und ausschimpfen.

Das kann doch nicht so schwer sein, den Müll normal zu entsorgen. Aber das Autofenster als Entsorgung scheint für die Italiener eben „normal“ zu sein. Leider, leider ist auch hier Italy very different!

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